Über das Zusammenspiel von Konzentration und Selbstwertgefühl

Warum ein schlechtes Selbstwertgefühl immer auch negative Auswirkungen auf unsere Konzentration hat

Der Zusammenhang von Selbstwert und Konzentration
Auf den ersten Blick mag die Konzentration nicht viel mit dem Selbstwertgefühl zu tun haben.
 
Das Gegenteil ist aber tatsächlich der Fall. Und das hat ganz einfach damit zu tun, dass wir nur dann dazu in der Lage sind, volle Leistung abzurufen, wenn wir uns gut fühlen. Wenn wir uns akzeptiert fühlen und wenn wir uns sicher sein können, dass uns nichts geschieht.
Außerdem und das die andere Art von Zusammenhang speist sich natürlich auch unser Selbstwertgefühl über unsere Erfolge. Wer schlechter Konzentriert ist, hat tendenziell weniger Erfolgserlebnisse. Ein endloser Kreislauf, oder?



Kleine Info vorab: Am 31.01. starte ich eine kleine Challenge in Form einer Videoreihe zum Thema Konzentration und wir schauen uns hier an, welche Dinge du wirklich beachten solltest, wenn du die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes verbessern möchtest. Die Challenge besteht aus 3 Videos und du kannst absolut kostenfrei daran teilnehmen.
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Was macht ein schlechtes Selbstwertgefühl mit unserer Konzentration?
Konzentration und Selbstwert sind vielschichtig miteinander verbunden.
Und für mich stellt sich natürlich auch die Frage:
Und Was macht eigentlich ein geringes Selbstwertgefühl mit der eigenen Konzentration?


Mit Sicherheit Nichts Gutes. ❌
Warum?


Es geht so viel Aufmerksamkeit und Energie verloren, um Situationen zu beurteilen, mögliche Gefahren zu erkennen oder Menschen einzuschätzen.
Wer sich immer darum sorgt,

...ob er bei anderen gut ankommt,
...ob er alles richtig macht,
...ob er gut genug ist,
...ob er es schaffen kann oder
...ob über ihn gesprochen wird,

der hat kaum Energie übrig sich auf etwas zu konzentrieren.

Bin ich cool genug? Wie komme ich an?

In meiner eigenen Schulzeit zum Beispiel war mein Selbstwertgefühl nicht unbedingt so berauschend. Hinzu kamen dann ab einem gewissen Alter auch Streitigkeiten mit den Freundinnen oder auch schulische Niederlagen in Form von schlechten Noten. Dann kommt ab der Pubertät auch noch das veränderte Selbstbild und Körperbild hinzu. Ich war einfach mit mir selbst sehr beschäftigt und habe mich auch dauernd gefragt, wie ich auf andere wirke, wie ich bei anderen ankomme, was andere von mir halten oder wie ich besonders „cool“ rüberkomme.
Oder vielleicht auch noh viel extremer:

Stell dir mal vor du müsstest dich in einem Raum mit Menschen konzentrieren, von denen du weißt, dass sie dich nicht mögen oder die dir sogar gefährlich werden können. Denkst du da noch an Konzentration?!

Ich finde es daher sehr wichtig, bei Konzentrationsschwierigkeiten auch immer zu schauen, wie ein Kind sich im Allgemeinen fühlt. Wie sieht es aus mit der mentalen Stärke und so. Wie selbstsicher ist.
Denn dieser Punkt kann auch schon ein guter Hebel sein, um Konzentrationsfähigkeit zu verbessern.

3 Säulen des Selbstwertgefühls
Deshalb lohnt es sich auch immer einen Blick auf das Selbstwertgefühl zu werfen.
Die 3 Säulen des Selbstwertgefühls
Das Selbstwertgefühl, also die Art und Weise, wie du dich beurteilst, basiert auf drei Säulen:

1.    Selbstbewusstsein: die Kenntnis über deine Persönlichkeit, deine Fähigkeiten und deine Ziele sowie und das Überzeugtsein vom eigenen Handeln
2.    Selbstvertrauen: der Glaube an dich und deine Stärken
3.    Selbstakzeptanz: die Akzeptanz deiner Schwächen und das Wissen, dass du immer gut genug bist


Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz (oder Selbstliebe) werden häufig mit dem Selbstwertgefühl gleichgesetzt. Die Begriffe sind jedoch vielmehr Teilaspekte des Wertempfindens über die eigene Person. Wenn du dein Selbstwertgefühl also stärken willst, musst du vor allen Dingen auf diesen Ebenen aktiv werden.

Wer ein schwaches Selbstwertgefühl hat, tritt im Leben häufig auf der Stelle: Die Person zweifelt an ihren Fähigkeiten, fokussiert sich auf ihre Schwächen, zieht sich aus Angst vor Ablehnung zurück und tadelt sich unentwegt für Fehler. Klingt nicht gerade nach Erfüllung und Zufriedenheit, oder?

Was uns helfen kann
Mir haben damals zwei Dinge besonders gut getan: 
Einmal ein achtsamer Umgang mit meinem Körper nämlich über Bewegung und eine gute Ernährung, denn das Selbstwertgefühl ist stark daran geknüpft, wie wohl du dich in deiner Haut fühlst. Du kannst also daran arbeiten, indem du ein gutes Verhältnis zu deinem Körper förderst. Und Das funktioniert am besten durch tägliche Bewegung und eine gesunde Ernährung.
Und Punkt Nummer 2: Ich habe es mir angewöhnt meine Erfolge und  Niederlagen zu reflektieren und zu feiern. So kannst du dir selbst einfach klar machen, was du schon geschafft hast und das jede Niederlage ja im Grunde nur eine neue Gelegenheit ist sich zu verbessern.
Wer ein starkes Selbstwertgefühl hat, kennt sowohl Erfolge als auch Niederlagen und weiß, mit beidem gut umzugehen. 

Übrigens: Auch ein Dankbarkeitstagebuch kann hier ein Booster für das Selbstwertgefühl sein: Schreibe täglich drei Dinge auf, für die du dir selbst danken möchtest. Das allerdings ist etwas, dass ich als Kind oder Jugendliche noch nicht getan habe, weil ich zum diesem Thema im Umfeld keinerlei Berührungspunkte hatte.
Aber ich möchte dich herzlich dazu einladen dies doch auch einmal mit deinem Kind auszuprobieren, wenn du Lust hast.



Kostenlose 3.teilige Videoreihe:

Wie kannst du die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes verbessern?